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Akupunktur – chronische Schmerzen bekämpfen

Bei chronischen Schmerzen kann als Therapie die Akupunktur infrage kommen, eine Methode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die AOK übernimmt bei bestimmten Beschwerden die Kosten der Behandlung.

Das ist Akupunktur

Die Traditionelle Chinesische Medizin geht davon aus, dass der Körper von einer Energie (Qi, sprich: Tschi) durchdrungen ist, die auf festgelegten Leitbahnen (Meridianen) den Körper durchströmt. Wenn der Energiefluss entlang der Meridiane gestört ist, entstehen Beschwerden. Die dann vorhandenen Blockaden sollen durch Akupunktur gelöst werden. Dabei werden an speziellen Punkten am Körper kleine Nadeln gesetzt, die den Energiefluss wieder harmonisieren sollen. Wissenschaftliche Belege für die Existenz dieser Meridiane gibt es nicht. Gleichwohl ist die Akupunktur bei chronischen Rücken- und Kniegelenkschmerzen genauso wirksam wie eine medikamentöse Therapie.

Was erwartet Sie bei einer Akupunktur-Behandlung?

Eine Sitzung dauert etwa 30 Minuten. Sie liegen oder sitzen entspannt, während der Arzt bis zu 20 Nadeln entlang der Energieleitbahnen setzt. Es können maximal zehn Akupunktur-Sitzungen durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. So lange dauert normalerweise eine komplette Therapie.  

Die Behandlung muss allerdings innerhalb von sechs Wochen abgeschlossen sein. In begründeten Ausnahmefällen werden auch mehr Sitzungen übernommen: bis zu 15 Behandlungen innerhalb von maximal zwölf Wochen. Die Therapie kann auch wiederholt werden – allerdings erst zwölf Monate nach Abschluss der letzten Behandlung.

Kostenübernahme bei chronischen Rücken- oder Kniegelenkschmerzen

Die AOK übernimmt die Kosten für Akupunktur mit Nadeln ohne elektrische Stimulation

  • bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule, die bis zum Kniegelenk ausstrahlen,
  • bei chronischen Schmerzen im Kniegelenk durch vorzeitigen Verschleiß der knorpeligen Flächen (Gonarthrose).  

Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen und Ihr Arzt über eine entsprechende Akupunktur-Zusatzausbildung verfügt sowie Qualifikationen in der Schmerztherapie und Psychosomatik nachweisen kann.

Akupunktur und Kopfschmerzen

So lange es keinen wissenschaftlichen Nachweis gibt, dass Akupunktur auch bei Beschwerden wie Spannungskopfschmerz oder Migräne hilft, dürfen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Akupunktur-Behandlung dieser Krankheitsbilder nicht übernehmen.

Rät Ihnen Ihr Arzt dennoch zu Akupunktur, fragen Sie nach:

  • Wie sehen Erfolg und Nutzen der Behandlung aus?
  • Welche Nebenwirkungen gibt es?
  • Wie hoch sind die Kosten?
  • Welche Qualifikation hat der behandelnde Arzt?
  • Gibt es zugelassene Alternativen?

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