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Amblyopie: entwicklungsbedingte Sehschwäche im Kindesalter

Amblyopie ist eine entwicklungsbedingte Sehschwäche eines oder seltener beider Augen. Unbehandelt kann sie das Sehvermögen auf Dauer beeinträchtigen. Etwa vier bis sechs Prozent aller Kinder sind davon betroffen.

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Bei Teilnahme am Kinder- und Jugendarztvertrag ist ab dem 6. Lebensmonat eines Kindes einmal jährlich ein erweiterter Sehtest (Amblyopiescreening) möglich. Wenn dabei Auffälligkeiten festgestellt werden, überweist der Kinder- und Jugendarzt zur weiteren Diagnostik und Behandlung an einen Augenarzt. Informationen zur Teilnahme am Kinder- und Jugendarztvertrag finden Sie hier.

So entsteht Amblyopie

Im Kindesalter kann es vorkommen, dass sich die Augen unterschiedlich gut entwickeln. Das betroffene Kind schielt oder ist auf einem Auge stärker kurz- oder weitsichtig als auf dem anderen. Das Gehirn verarbeitet bevorzugt die Bilder des besser entwickelten Auges. Das schwächere Auge bleibt in seiner Entwicklung weiter zurück und die Schwachsichtigkeit verstärkt sich im Laufe der Zeit. Ärzte sprechen dann von Amblyopie. Frühzeitige Diagnose und Behandlung stärken das benachteiligte Auge und beugen einer dauerhaften Beeinträchtigung der Sehfähigkeit vor.

Therapiemöglichkeiten bei Amblyopie

Amblyopie kann bei Kindern durch eine Brille, ein Augenpflaster oder mithilfe von Augentropfen behandelt werden. Die Therapie hängt unter anderem von der Art und Schwere der Schwachsichtigkeit ab. In der Regel erhält das Kind zunächst für einige Wochen eine Brille. Anschließend beginnt meist zusätzlich die sogenannte Okklusionsbehandlung. Das bedeutet, das besser entwickelte Auge oder das entsprechende Brillenglas wird mit einem Pflaster abgeklebt, um das schwächere Auge zu fordern und zum Sehen anzuregen. Alternativ wird die Sehkraft des stärkeren Auges vorübergehend mit Augentropfen getrübt. Die Therapie geht in der Regel über viele Monate. Währenddessen wird die Sehfähigkeit mehrmals vom Augenarzt kontrolliert. Die AOK trägt die Kosten für diese Behandlung.

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