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Besondere ambulante augenchirurgische Versorgung

Um ihren Versicherten flächendeckend eine qualitativ hochwertige Versorgung anbieten zu können, hat die AOK Bayern mit dem Bundesverband Deutscher Ophthalmochirurgen (BDOC) zum 1. April 2015 einen besonderen Versorgungsvertrag nach § 73 c SGB V zur Behandlung von speziellen Augenerkrankungen abgeschlossen. Der Vertrag besteht aus zwei Modulen, umfasst neben der intravitrealen Therapie auch das korneale Crosslinking und bietet den in den Vertrag eingeschriebenen Versicherten zahlreiche Vorteile.

Ihre Vorteile als AOK-Kunde

  • kostenfreie Zusatzleistungen (korneales Crosslinking, Verlaufskontrolle mittels OCT)
  • Koordination des Behandlungsablaufes durch den betreuenden Augenarzt
  • Werktägliche Sprechstunde, zusätzlich eine Abendsprechstunde (bis 20 Uhr) pro Woche
  • Begrenzung der Wartezeit bei vorab vereinbarten Terminen auf möglichst 30 Minuten ·         Taggleiche Behandlung bei akuten Fällen
  • Flächendeckende, bayernweit einheitliche, qualitativ hochwertige Behandlung durch hohe qualitative Anforderungen an die teilnehmenden operierenden Augenärzte und ihre Praxisausstattung wie z. B.: Fortbildungspflichten, besondere apparative oder medizintechnische Ausstattung, Pflicht zum Nachweis der Erfahrung in der intravitrealen Therapie

Gut zu wissen …

Die Teilnahme an der besonderen ambulanten augenchirurgischen Versorgung steht allen Versicherten der AOK Bayern offen, die die Voraussetzungen des Vertrages erfüllen.  

Mit Unterzeichnung der Teilnahmeerklärung erklären Sie sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und binden sich an den Vertrag und den von Ihnen gewählten Augenarzt für ein Jahr.

Weitere Infos

Darum geht es bei der ambulanten augenchirurgischen Versorgung

Am Modul IVI (intravitreale Injektion) können Versicherte der AOK Bayern teilnehmen, die die Teilnahmevoraussetzungen des Vertrages erfüllen, die an einer der folgenden Erkrankungen leiden und bei denen nach dem aktuellen medizinischen Kenntnisstand eine intravitreale Therapie angezeigt ist:  

  • feuchte altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
  • diabetisches Makulaödem (DMÖ)
  • Makulaödem infolge eines retinalen Venenverschlusses (RVV)
  • choroidale Neovaskularisation (CNV bei Angioid Streaks und CNV infolge pathologischer Myopie)
  • nichtinfektiöse Uveitis

Bei diesen Erkrankungen entstehen unter der Netzhautmitte krankhafte Blutgefäße, aus denen Flüssigkeit oder Blut unter und in die Netzhaut austritt. Ein Botenstoff regt das Wachstum dieser Gefäße an und fördert den weiteren Flüssigkeitsaustritt. Werden diese Erkrankungen nicht therapiert, muss mit einer deutlichen Verschlechterung des Sehvermögens bis hin zur Erblindung, gerechnet werden. Durch die Injektion von Medikamenten in das Innere des Auges kann der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden. Das Gefäßwachstum und der Flüssigkeitsaustritt können häufig aufgehalten werden, sodass das Fortschreiten der Krankheit verhindert werden kann.  

Das Modul IVI (intravitreale Injektion) bezieht sich auf die im Rahmen einer sogenannten intravitrealen Therapie erforderlichen medizinischen Leistungen. Gegenstand des Moduls IVI ist neben der intravitrealen Injektion auch die unmittelbare postoperative Nachsorge und die Verlaufskontrolle mittels optischer Kohärenztomographie (OCT). Bei der optischen Kohärenztomographie handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren zur Untersuchung des Augenhintergrundes. Die OCT ermöglicht es, die verschiedenen Schichten der Netzhaut detailliert darzustellen. Die OCT ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung derzeit nicht enthalten und wird den Versicherten üblicherweise als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) privat in Rechnung gestellt. Im Rahmen des Vertrages übernimmt die AOK Bayern für die in das Modul IVI eingeschriebenen Versicherten die Kosten für die Untersuchung.  

Am Modul CXL (korneales Crosslinking) können Versicherte der AOK Bayern teilnehmen, die die Teilnahmevoraussetzungen des Vertrages erfüllen, an einer der folgenden Erkrankungen leiden und bei denen nach dem aktuellen medizinischen Kenntnisstand ein korneales Crosslinking angezeigt ist:  

  • Keratokonus
  • postrefraktive Keratektasie
  • pelluzidale marginale Hornhautdegeneration  

Bei diesen Erkrankungen kommt es aufgrund einer zu geringen Hornhautstabilität zu einer fort-schreitenden unregelmäßigen Vorwölbung der Hornhaut, die zu einer zunehmenden Verschlechterung des Sehvermögens führt. Mit Hilfe eines kornealen Crosslinkings (Kollagenvernetzung der Hornhaut mittels Riboflavin und UVA-Licht) kann das Fortschreiten der Krankheiten verlangsamt bzw. aufgehalten werden.  

Das Modul CXL (korneales Crosslinking) umfasst neben dem kornealen Crosslinking auch die unmittelbare postoperative Nachsorge und eine längerfristige Verlaufskontrolle. Das korneale Crosslinking ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung nicht enthalten. Die Leistung wird den in das Modul CXL eingeschriebenen Versicherten im Rahmen des Vertrages als kostenfreie Leistung zur Verfügung gestellt.  

Die Einschreibung in die Module kann bei jedem operierenden Augenarzt erfolgen, der am entsprechenden Modul teilnimmt.

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